IT/OT Konvergenz

Laut Gartner Research führen über 50 Prozent aller Internet-Verbindungen zu Geräten, und diese Zahl wird noch wachsen. Das alles gehört zum „Internet der Dinge“ – die anscheinend unendliche Anzahl von Geräten und deren Vernetzung über das Internet-Protokoll (IP). Viele im Fertigungsbereich eingesetzte Geräte sind bereits IP-fähig. Mit dem Open-Standard erhöhen sich die Chancen, dass IP-fähige Geräte aus Büroanwendungen in die industrielle Umgebung migrieren. Diese Technologien, wie digitale Tablets, Videokameras und RFID-Lesegeräte, bieten neben anderen Vorteilen unzählige neue Möglichkeiten für höhere Produktivität, Innovation und Zusammenarbeit.

Um deren Vorteile zu nutzen, müssen Ihre Maschinen und Geräte über eine- standardisierte IP-basierte Netzinfrastruktur miteinander kommunizieren. Das Ethernet Industrial Protokoll (EtherNet/IP™) wurde geschaffen, um diese Interoperabilität im Fertigungsbereich zu unterstützen und die unternehmensweite Konnektivität in einer einheitlichen Infrastruktur nahtlos zu gewährleisten.

Seit Jahrzehnten haben sich Betriebsleittechnik für Fertigung (Operations Technology, OT) und unternehmensweite Informationstechnologie (IT) mit separaten physikalischen Architekturen auseinanderentwickelt – und bleiben in den Industrie- und Büroräumen weitgehend voneinander abgeschottet. Aber im Zeitalter des Internet der Dinge, in dem ungezählte angeschlossene "Dinge" im gleichen Netzwerk miteinander kommunizieren, kann die Trennung von IT und OT-Netzwerken ein Nachteil sein. Deswegen konvergieren Hersteller ihre OT- und IT-Systeme in eine einheitliche Netzwerk-Architektur, die ihnen nahezu unbegrenzten Zugriff auf wertvolle Produktionsdaten gibt, damit sie mit Innovationen schneller auf Marktveränderungen reagieren. Hinzu kommt, dass die Hersteller auch neue Technologien, wie Mobilität, Virtualisierung und Cloud Computing einführen, die ihnen ermöglichen, ihre Mitarbeiter, Maschinen und Infrastruktur so einzusetzen, dass diese effizienter und kostengünstiger werden.

Angesichts der vielen Möglichkeiten, mit denen die Hersteller konfrontiert werden, kann niemand mit Gewissheit sagen, wie die Fabrik der Zukunft aussehen wird. Es ist möglich, dass es nicht nur ein Archetyp geben wird, sondern viele Varianten. Wenn wir trotzdem in eine Kristallkugel schauen könnten, würden wir bei allen künftigen Anlagen wahrscheinlich Gemeinsamkeiten erkennen.

 

Netzwerkinfrastruktur für Automatisierung

Gleich, ob für die Produktion verpackter Lebensmittel, Stahl oder Autos, die Fabriken der Zukunft werden miteinander vernetzt sein. Das beginnt mit einem starken Fundament in Form einer einzigen gemeinsamen Netzwerkinfrastruktur. Die heute dominierenden proprietären und geschlossenen Systeme stellen die Fabriken vor große Herausforderungen, um Daten zur richtigen Zeit im richtigen Kontext zum richtigen Ort zu senden.

Eine gemeinsame Netzinfrastruktur mit normalem unveränderten Ethernet und Internet Protocol (IP), wie EtherNet/IP, ermöglicht den nahtlosen Datenfluss entweder innerhalb einer Anlage oder innerhalb eines weltweit tätigen Unternehmens. Es bietet auch neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität, Produkteinführungszeit und zum Verringern des Konfigurationsaufwands für Fertigungsumstellungen. Zum Unterstützen des Entwurfs und Implementierung einer gemeinsamen Netzwerkinfrastruktur liefert der „Converged Plantwide Ethernet (CPwE) Design and Implementation Guide” von Cisco und Rockwell Automation validierte Entwurfsgrundsätze für die Netzwerkarchitektur und Panduit fügt mit seinem „Industrial Ethernet Physical Infrastructure Reference Architecture Design Guide“ wertvolle Hinweise für die physikalische Schicht hinzu.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.industrial-ip.org/en